DEZEMBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 28: ZUM DISKURS „WAS IST ISRAEL BEZOGENER ANTISEMITISMUS?“

Wir nehmen Stellung gegen Israel bezogener Antisemitismus, der unterschiedliche ideologische und politische Strömungen in Deutschland eint und keinesfalls als Antisemitismus gleich zu erkennen ist.
Zunehmend begegnen uns in Deutschland auch Ansichten und Handlungen, die den Vorwurf des Antisemitismus zwar weit von sich weisen, die jedoch Argumenten eines auf Israel bezogenen Antisemitismus zugänglich sind oder diesen Ansichten und Handlungen gegenüber eine Appeasement-Haltung einnehmen.

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DEZEMBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 27: VORTRÄGE ZUR GESCHICHTE GRIECHENLANDS – TEIL III: 1950 – 1974

Nach den Bürgerkriegen in Griechenland bestand eine extreme Spaltung in der Gesellschaft zwischen rechten, royalistischen, militaristischen und antikommunistischen Kräften einerseits und linken, republikanischen, demokratischen und sozialistischen Kräften andererseits. Diese Gegensätze mussten ausgetragen werden. Es waren die royalistischen und militaristischen Kräfte der Rechten, die die Entscheidung mit der Gewalt des Militärs herbeiführten, während die republikanischen und demokratischen Kräfte der Linken eine Veränderung der Macht mittels Wahlen und des Parlaments herbeiführen wollten.

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DEZEMBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 26: VORTRÄGE ZUR GESCHICHTE GRIECHENLANDS – TEIL II: 1941 – 1949

In Deutschland ist die Erinnerung an die Verbrechen NS-Deutschlands in Griechenland in der Zeit von 1941 – 1944 faktisch nicht vorhanden. Statt einer Erinnerungskultur wird die Ablehnung von Wiedergutmachungen gepflegt.
Auch in Griechenland wurde die Erinnerung an den Kampf gegen die NS-Besatzung und die Bürgerkriege in der Zeit von 1943 – 1949 von einer Sicht durch die „antikommunistische Brille“ geprägt. Es dauerte Jahrzehnte bis die von der EAM/ELAS geführten Kämpfe gegen die NS-Besatzer in die nationale Erinnerungskultur aufgenommen wurden.

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DEZEMBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 25: VORTRÄGE ZUR GESCHICHTE GRIECHENLANDS – TEIL I: 1821 – 1940

Die Widersprüche zwischen Republikanismus und Monarchismus, zwischen Demokratie und Militarismus in der griechischen Gesellschaft prägten die Entwicklung Griechenlands seit seiner staatlichen Neugründung 1821. Selbst nach der Befreiung Griechenlands 1944/45 wirkten diese Widersprüche in neuer Form fort: Neubeginn mit einer demokratischen Republik versus Rückkehr zu einer von Militärs und Antirepublikanern geprägten Monarchie.

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NOVEMBER 2020 – FIPS-NEWS Nr. 24: Filmgespräch zu „Ein Lied für Argyris“

Ein „Lied für Argyris“ ist ein Dokumentarfilm von Stefan Haupt aus dem Jahre 2006 über die Barbarei deutscher Soldaten in dem griechischen Dorf Distomo. Am 10.6.1944 fielen deutsche Soldaten der Waffen-SS über das Dorf Distomo nahe Delphi her und ermordeten auf bestialische Weise 218 Bewohner des Dorfes. Argyris Sfountouris überlebte mit seinen drei älteren Schwestern als Vierjähriger dieses Grauen. Er und andere im Film zu Wort kommende Überlebende konfrontieren uns mit ihrem Leiden und ihren Traumata. Argyris Sfountouris lässt uns teilhaben an seinem weiteren Leben und am Kampf der Überlebenden, Angehörigen und Nachkommen für Gerechtigkeit und Entschädigung.

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OKTOBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 23: Demokratie stärken, rechtsextremismus und rassismus bekämpfen

Editorial Angesichts des sich seit Jahren und Jahrzehnten immer weiter ausbreitenden Rechtsextremismus und Rassismus in Wort und Tat bis hin zu Morden haben am 28.9.2020 über 30 zivilgesellschaftliche Organisationen in Hessen 10 Forderungen vorgetragen, wie die politische Ebene nicht nur in Worten, sondern mit ernsthaften Maßnahmen gegen Rechtsextremismus und Rassismus vorgehen sollte. FIPS hat diese „Forderungen an die hessische Landesregierung“ mit unterzeichnet. Diese Forderungen nach Reaktionen der politischen Ebene ersetzt jedoch nicht den öffentlichen gesellschaftlichen Protest und Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus. Ganz zentral ist die Solidarität, die Anteilnahme und der Zusammenschluss mit all denjenigen, gegen die die Rechtsextremisten und Rassisten Hass sähen, Hetze verbreiten und mit Gewalt und Morden vorgehen. So waren etwa die Kundgebungen in Hanau und Frankfurt am Main am 22.08.2020 ein wichtiges Zeichen der Solidarität mit den Opfern und Angehörigen des mörderischen rassistischen Anschlags in Hanau am 19.2.2020. FIPS und Wilde Rose e.V. haben in Hanau und Frankfurt daher an beiden Orten das unten wiedergegebene Flugblatt verteilt. Mit Zivilcourage, selbstbestimmt und mit Mut „nein“ sagen, über Rechtsradikalismus und Rassismus aufklären, auch im Alltag rechtsradikale und rassistische Auffassungen nicht dulden, Opfern von rassistischen Attacken beistehen, – es gibt viele Möglichkeiten solidarisch zu handeln. „Gerade die Bereitschaft, mit […]

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September 2020 – FIPS-NEWS Nr. 22: Zu den antiklerikalen und antifeudalen Rebellionen im Hochmittelalter in Süd-, West- und Mitteleuropa – Teil 2

Heute sind all diese über 300 Jahre andauernden Klassenkämpfe, die im Hochmittelalter eine gesamteuropäische Ausbreitung hatten, weitgehend in Vergessenheit geraten. Erst der Deutsche Bauernkrieg im 16. Jahrhundert findet in Verbindung mit der Reformation Luthers heute noch Beachtung. Es zeigt sich, dass all jene, die das Hochmittelalter als die Zeit der Minne verherrlichen, aber auch all jene, die es als dunkles Zeitalter, ohne bedeutende Klassenkämpfe ansehen, Unrecht haben.

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1. August 2020 – FIPS NEWS Nr. 21: Zu den antiklerikalen und antifeudalen Rebellionen im Hochmittelalter in Süd-, West- und Mitteleuropa – Teil 1

Die Rebellionen gegen ungerechte soziale, ökonomische und politische Verhältnisse und gegen die sie rechtfertigende christliche Theologie und Kirche waren im Hochmittelalter in Europa und auch in damaligen deutschen Ländern weit verbreitet. Aufgrund geschichtlicher Unkenntnis und Ignoranz werden die Klassenkämpfe und die organisierten politischen Revolten der armen Bevölkerung in den europäischen Ländern im Hochmittelalter heute jedoch häufig geleugnet.

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FIPS NEWS Nr. 20 – Juli 2020: Black-lives-matter – protest gegen rassismus und rassistische Polizeigewalt

Editorial Am ersten Juni-Wochenende gingen in deutschen Städten mehr als hundertausend Menschen auf die Straße und schlossen sich der mittlerweile weltweiten Bewegung BLACK-LIVES-MATTER an. Sie demonstrierten gegen Rassismus und rassistische Polizeigewalt. Drei Aktivistinnen, die an den Protesten in Bremen, Leipzig und München teilnahmen, berichten unter: https://taz.de/Black-Lives-Matter-Demos/!5689380/ „Die Polizei übt das staatliche Gewaltmonopol aus. Wenn Polizistinnen und Polizisten dabei die ihnen gesetzten Grenzen überschreiten, handelt es sich um Polizeigewalt. (…) Auch in Deutschland sind Opfer von rassistischer Polizeigewalt zu beklagen. Kommt es zu Verfahren gegen Polizeibeamte, werden diese oft eingestellt. Korpsgeist und abgesprochene Zeugenaussagen können dafür ein Grund sein. Opferanwälte berichten zudem häufig von Gegenanzeigen, sobald sich Betroffene juristisch wehren.“ (Quelle: https://taz.de/Schwerpunkt-Polizeigewalt-und-Rassismus/!t5008089/). In diesem Zusammenhang schrieb die Kolumnistin, Redakteurin und Aktivistin Hengameh Yaghoobifarah die taz-Kolumne „Abschaffung der Polizei: All cops are berufsunfähig“. Damit schaffte sie sich nicht nur Freunde. Im Internet folgten wüste Beschimpfungen. Von der Polizeigewerkschaft wurde sie wegen Volksverhetzung angezeigt. Horst Seehofer wollte als Bundesinnenminister ebenfalls Anzeige erstatten, rückte wohl auf Grund der breiten Solidarität mit Yaghoobifarah davon jedoch ab. Über Verlauf, Inhalt und Hintergründe dieser Auseinandersetzung und über die Solidarität mit Yaghoobifarah möchten wir in dieser FIPS NEWS Nr. 20 informieren. 26. Juni 2020 Dr. Peter Milde Black […]

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FIPS NEWS NR. 19: Krisenintervention und Suizidprävention bei Gefangenen – Dokumente Teil 4

Editorial In FIPS NEWS Nr. 19 beenden wir vorerst die Informationen über die Personzentrierte Krisenintervention und Suizidprävention bei suizidgefährdeten Gefangenen. Zu unterschiedlichen Aspekten unseres Konzepts der personzentrierten Sozialpädagogik und Kunsttherapie mit Suizidgefährdeten befinden sich in den Ausgaben von FIPS NEWS Nr. 1, 2, 6, 7, 10, 11 und 18 weitere Artikel. Die Fotos in diesem FIPS NEWS wurden auf der Vernissage der Ausstellung „Verschlossene Welten“ in der Karmeliter-Kirche in Mainz am 15. September 2018 aufgenommen, in der von suizidgefährdeten Gefangenen in den Behandlungsgruppe gezeichnete und gemalte Bilder ausgestellt wurden. Die Spiegelungen in den Fotos geben den Bildern einen einzigartigen, surrealistischen Ausdruck. Es handelt sich um private Fotos. 1.6.2020 Dr. Peter Milde Interview mit der Gruppenleiterin, Kunstdesignerin und Künstlerin Eva Leitschuh über ihre Erfahrungen in der Krisenintervention von Gefangenen Wie läuft so eine Gruppensitzung ab? Ich komme morgens in den Raum, die Gefangenen kommen, wir begrüßen uns und ich mache eine Blitzlichtrunde: „Wie geht’s Ihnen?“ Ich bin sensibel dafür, wer was besprechen muss. Manche haben ein großes Redebedürfnis und Manche sind eher die Stillen. Ich sorge dafür, dass diese auch zu Wort kommen. Dann fangen wir mit dem Malen an. In der Gruppe können wir auch, Gott sei Dank, Kaffee oder […]

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