• FEBRUAR 2021 – FIPS-NEWS NR. 30: TRADITIONSPFLEGE DER BUNDESWEHR AM BEISPIEL DER GEBIRGSJÄGER MIT DEM EDELWEIẞ

    Die Bundeswehr versucht, ihren Rekruten Werte zu vermitteln, die sich deutlich von denen der Wehrmacht im NS-Regime unterscheiden. Trotzdem gibt es immer wieder Vorfälle, wo deutlich wird, dass in den Kasernen Anknüpfungen an die Geschichte der Wehrmacht im 3. Reich aktiviert werden. Besonders interessant ist dies im Falle der Gebirgsjäger mit dem Edelweiß, deren Geschichte dadurch gekennzeichnet ist, dass sie im 2. Weltkrieg im Balkan und in Griechenland Massaker an der Zivilbevölkerung verübt hatten, die bis heute nicht gesühnt sind.

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  • JANUAR 2021 – FIPS-NEWS NR. 29: VORTRÄGE ZUR GESCHICHTE GRIECHENLANDS TEIL IV: ZUM WIDERSTAND GEGEN DIE JUNTA UND DIE SOLIDARITÄTSBEWEGUNG IN DEUTSCHLAND (1967-1974)

    Als sich die Junta am 21. April 1967 an die Macht putschte, verhinderte sie damit den Wahlsieg eines Bündnisses linker Kräfte in Griechenland. Die Militärjunta herrschte in Griechenland 7 Jahre von 1967 – 1974. Diese 7 Jahre sind nicht nur 7 Jahre brutaler Repression, sondern es sind auch 7 Jahre vielfältigen und gerechten Widerstands.

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  • DEZEMBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 28: ZUM DISKURS „WAS IST ISRAEL BEZOGENER ANTISEMITISMUS?“

    Wir nehmen Stellung gegen Israel bezogener Antisemitismus, der unterschiedliche ideologische und politische Strömungen in Deutschland eint und keinesfalls als Antisemitismus gleich zu erkennen ist.
    Zunehmend begegnen uns in Deutschland auch Ansichten und Handlungen, die den Vorwurf des Antisemitismus zwar weit von sich weisen, die jedoch Argumenten eines auf Israel bezogenen Antisemitismus zugänglich sind oder diesen Ansichten und Handlungen gegenüber eine Appeasement-Haltung einnehmen.

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  • DEZEMBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 27: VORTRÄGE ZUR GESCHICHTE GRIECHENLANDS – TEIL III: 1950 – 1974

    Nach den Bürgerkriegen in Griechenland bestand eine extreme Spaltung in der Gesellschaft zwischen rechten, royalistischen, militaristischen und antikommunistischen Kräften einerseits und linken, republikanischen, demokratischen und sozialistischen Kräften andererseits. Diese Gegensätze mussten ausgetragen werden. Es waren die royalistischen und militaristischen Kräfte der Rechten, die die Entscheidung mit der Gewalt des Militärs herbeiführten, während die republikanischen und demokratischen Kräfte der Linken eine Veränderung der Macht mittels Wahlen und des Parlaments herbeiführen wollten.

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  • DEZEMBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 26: VORTRÄGE ZUR GESCHICHTE GRIECHENLANDS – TEIL II: 1941 – 1949

    In Deutschland ist die Erinnerung an die Verbrechen NS-Deutschlands in Griechenland in der Zeit von 1941 – 1944 faktisch nicht vorhanden. Statt einer Erinnerungskultur wird die Ablehnung von Wiedergutmachungen gepflegt.
    Auch in Griechenland wurde die Erinnerung an den Kampf gegen die NS-Besatzung und die Bürgerkriege in der Zeit von 1943 – 1949 von einer Sicht durch die „antikommunistische Brille“ geprägt. Es dauerte Jahrzehnte bis die von der EAM/ELAS geführten Kämpfe gegen die NS-Besatzer in die nationale Erinnerungskultur aufgenommen wurden.

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  • DEZEMBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 25: VORTRÄGE ZUR GESCHICHTE GRIECHENLANDS – TEIL I: 1821 – 1940

    Die Widersprüche zwischen Republikanismus und Monarchismus, zwischen Demokratie und Militarismus in der griechischen Gesellschaft prägten die Entwicklung Griechenlands seit seiner staatlichen Neugründung 1821. Selbst nach der Befreiung Griechenlands 1944/45 wirkten diese Widersprüche in neuer Form fort: Neubeginn mit einer demokratischen Republik versus Rückkehr zu einer von Militärs und Antirepublikanern geprägten Monarchie.

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  • NOVEMBER 2020 – FIPS-NEWS Nr. 24: Filmgespräch zu „Ein Lied für Argyris“

    Ein „Lied für Argyris“ ist ein Dokumentarfilm von Stefan Haupt aus dem Jahre 2006 über die Barbarei deutscher Soldaten in dem griechischen Dorf Distomo. Am 10.6.1944 fielen deutsche Soldaten der Waffen-SS über das Dorf Distomo nahe Delphi her und ermordeten auf bestialische Weise 218 Bewohner des Dorfes. Argyris Sfountouris überlebte mit seinen drei älteren Schwestern als Vierjähriger dieses Grauen. Er und andere im Film zu Wort kommende Überlebende konfrontieren uns mit ihrem Leiden und ihren Traumata. Argyris Sfountouris lässt uns teilhaben an seinem weiteren Leben und am Kampf der Überlebenden, Angehörigen und Nachkommen für Gerechtigkeit und Entschädigung.

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  • OKTOBER 2020 – FIPS-NEWS NR. 23: Demokratie stärken, rechtsextremismus und rassismus bekämpfen

    Editorial Angesichts des sich seit Jahren und Jahrzehnten immer weiter ausbreitenden Rechtsextremismus und Rassismus in Wort und Tat bis hin zu Morden haben am 28.9.2020 über 30 zivilgesellschaftliche Organisationen in […]

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FIPS-NEWS Nr. 14: Aus der Geschichte für die Gegenwart lernen! oder: Thüringen als „Experimentierfeld“ der Rechten?

Editorial Aus aktuellem Anlass erscheint diese Ausgabe von FIPS-NEWS früher als geplant und mit einem anderen als dem angekündigtem Inhalt: Am 5.2.2020 wurde im Thüringer Landtag der FDP-Kandidat Thomas Kemmerich mit einer Stimme Mehrheit und mit allen Stimmen der AfD-Abgeordneten zum neuen Ministerpräsidenten Thüringens gewählt. Mit Recht wird seitdem von einem „Tabubruch“ gesprochen. Doch dieser zeichnete sich in der gesamten Entwicklung seit den letzten Landtagswahlen in Thüringen und während des Wahlgangs im Thüringer Landtag ab. Diese Teilhabe der extremen Rechten an der politischen Macht in Thüringen ist ein Alarmzeichen. Theodor W. Adorno mahnte nach der Befreiung NS-Deutschlands vor den Gefahren einer Wiederholung. Daraus folgert auch, dass das „Nein-sagen“ zu jeglicher Beteiligung der extremen Rechten an der Macht auch ein Bestandteil demokratischer Erziehung und politischer Bildung zu sein hat. Eine personzentrierte Sozialpädagogik und Sozialpolitik, die sich für eine solidarische Gesellschaft einsetzt, muss daher zu dem politischen Geschehen in Thüringen Stellung beziehen. Aktuell hat heute Nachmittag der mit Unterstützung aller Abgeordneten der AfD gestern gewählte Ministerpräsident von Thüringen, Thomas Kemmerich, offensichtlich dem „Druck“ nachgegeben und angekündigt, dass die FDP im Thüringer Landtag die Auflösung des Landesparlaments zur Abstimmung stellen werde. Das „Experimentierfeld“ Thüringen geht in die nächste Runde. 6.2.2020 Dr. Peter Milde […]

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FIPS NEWS Nr. 13: Zu den Verbrechen der 117. Jägerdivision der deutschen Wehrmacht auf dem Peleponnes

Editorial Der Vortrag „Zur Rolle der NS-Besatzer und der NS-Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg im besetzten Griechenland“ wurde auf dem Sommertreffen des Mindener Kreises e.V., das vom 1. – 3. Juni 2018 in Petershagen stattfand, gehalten. Das Sommertreffen fand unter dem Thema „Die Jungenschaft und Griechenland“ statt. Der Vortrag ist in folgende fünf Abschnitte unterteilt: Vorbemerkung: Die Verbrechen der NS-Wehrmacht in Griechenland und „die allererste Forderung an Erziehung“. Die Unterwerfung Griechenlands – Ziel NS-Deutschlands von Anfang an. Zum Angriffskrieg der NS-Wehrmacht gegen Griechenland und zu dessen Folgen für die griechische Bevölkerung. Zu den Verbrechen der 117. Jägerdivision der deutschen Wehrmacht auf dem Peleponnes. Zur Vernichtung der griechischen Juden Thessalonikis durch die NS-Besatzer. In FIPS NEWS Nr. 11 und 12 erschienen die ersten drei Abschnitte des Vortrags. Hier folgt der vierte Abschnitt. 1. Februar 2020 Dr. Milde Zu den Verbrechen der 117. Jägerdivision der deutschen Wehrmacht auf dem Peleponnes Oberst Le Suire war Kommandeur der neu geschaffenen 117. Jägerdivision, die auf der Peleponnes verlegt wurde. Auf dem Weg von Jugoslawien nach der Peleponnes zerstörten Aufständische am 21.6.43 in Thessalien eine Kolonne von 82 Lastwagen, die Kriegsmaterial der 117. Jägerdivision transportierte, vollständig. Am gleichen Tag gelang es einem britischen SOE-Kommando die Asopos-Brücke zu […]

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FIPS NEWS Nr. 12: Zum Angriffskrieg der NS-Wehrmacht gegen Griechenland und zu dessen Folgen für die griechische Bevölkerung

Editorial In dieser Ausgabe von FIPS NEWS wird die Veröffentlichung des Vortrags „Zur Rolle der NS-Besatzer und der NS-Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg im besetzten Griechenland“, der am 2. Juni 2018 auf der Sommertagung des Minderner Kreises e.V. in Petershagen gehalten wurde, fortgesetzt. Der erste Abschnitt mit der Überschrift, Vorbemerkung: Die Verbrechen der NS-Wehrmacht und „die allererste Forderung an Erziehung“, erschien am 1. Januar 2020 in FIPS NEWS Nr. 11. Diese Ausgabe von FIPS NEWS enthält die beiden Abschnitte: Die Unterwerfung Griechenlands – Ziel NS-Deutschlands von Anfang an. Zum Angriffskrieg der NS-Wehrmacht gegen Griechenland und zu dessen Folgen für die griechische Bevölkerung. 15.1.2020 Dr. Peter Milde Veranstaltungshinweis: 14. Februar 2020, Ort: Saalbau Bockenheim, Schwälmer Str.28, Frankfurt, Veranstaltungsbeginn 19:30 Uhr. Ein Lied für Argyris – Dokumentarfilm von Stefan Haupt, CH 2006, 105 Min. Am 10. Juni 1944 musste der damals vierjährige Junge Argyris Sfountouris miterleben, wie während einer „Strafaktion“ einer SS-Division, die einem Partisanenangriff in der Gegend folgte, innerhalb weniger Stunden 218 Bewohner des Dorfes Distomo umgebracht wurden, darunter auch seine Eltern und 30 weitere Angehörige. Nach dem Massaker, das der Junge nur durch einen Zufall überlebte, kam Argyris in einem Waisenhaus in Piräus unter, in dem mehr als 1000 griechische Kriegswaisen […]

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FIPS NEWS Nr. 11: Die Verbrechen der NS-Wehrmacht in Griechenland und die „allererste Forderung an Erziehung“

Editorial Die Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit Deutschlands ist auch ein Teil der politischen Bildungsarbeit in dem interkulturellen Jugendverband „Wilde Rose „. Die Beschäftigung mit politischen und historisch-politischen Themen steht unter dem Motto: „Aus der Vergangenheit für die Gegenwart und die Zukunft lernen“. Zu Recht erleben wir immer wieder ein identitätsbildendes Aufbegehren der „Jungen“ gegen die „Alten“. Der Protest gegen alte, überlebte Gewohnheiten, Traditionen und Einstellungen wirkt befreiend und ist eine Voraussetzung dafür, die Zukunft neu gestalten zu können. Doch die Entwicklung geht nicht zwangsläufig in eine demokratische, antifaschistische und antirassistische Richtung. Dafür hat jede Generation von neuem und für sich selbst zu sorgen. Politische Bildungsarbeit in einem fortschrittlichen Jugendverband definiert sich hierbei als Hilfestellung. Im besten Falle ersetzt sie nicht die Aktivität Jugendlicher, sondern liefert Material, gibt Anstöße und bildet den Rahmen für selbständiges Forschen, Diskutieren und Tätigwerden in der Gesellschaft. So versteht sich auch der am 2. Juni 2018 gehaltene Vortrag: Zur Rolle der NS-Besatzer und der NS-Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg im besetzten Griechenland. Er wurde auf dem Sommertreffen des Mindener Kreises e.V., das vom 1. – 3. Juni 2018 in Petershagen stattfand, gehalten. Das Sommertreffen fand unter dem Thema „Die Jungenschaft und Griechenland“ statt. Der Vortrag ist in […]

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FIPS NEWS Nr. 10: Radio Darmstadt: Reportage zur Krisenintervention und Suizidprophylaxe bei Untersuchungsgefangenen (2. Teil)

Editorial In FIPS NEWS Nr. 10 veröffentlichen wir die zweite Hälfte der Abschrift der Reportage von Radio Darmstadt vom 3.8.2010 über das personzentrierte Konzept und die Praxis der therapeutischen Behandlung von suizidgefährdeten Gefangenen. In diesem zweiten Teil geht es vorwiegend um die Erfahrungen, die die Therapeutinnen in den therapeutischen Beziehungen mit den Gefangenen aber auch mit der Institution Gefängnis und ihren dort Beschäftigten machen. Wir werden auch künftig in unseren Newslettern auf das Thema Krisenintervention und Suizidprävention weiter eingehen. 15.12.2019          Dr. Peter Milde Radio Darmstadt: Reportage vom 3.8.2010 zur Krisenintervention und Suizidprophylaxe bei Untersuchungsgefangenen in der JVA Weiterstadt (2. Teil) Aus der Sendereihe „Leben hinter Gittern“. (Interviewer: Arnold Messer – freier Mitarbeiter bei Radio Darmstadt). Musikbeitrag: Ausschnitt aus dem Kinderlied „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder“. Interviewer: Das Stichwort „risk assessment“ bei Google löst eine Reihe Links und Hinweise aus, z.B. Tools zur Risikobewertung und zu Risikomanagement, Bankberatung, gesundheitliche Risiken, z.B. koronare Erkrankungen, Brustkrebsvorsorge und vieles mehr in dieser Art. Erst mit dem zusätzlichen Hinweis – Weiterstadt JVA – oder auch – Suizid – erreicht man die Projektgruppe und kann sich über ihre Arbeit informieren. Wir fragen uns und wir fragen die Projektgruppe, warum dieser englische Begriff, […]

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FIPS NEWS Nr. 9: Radio Darmstadt: Reportage zur Krisenintervention und Suizidprophylaxe bei Untersuchungsgefangenen

Editorial Hiermit wird die Reihe der Veröffentlichung von Dokumenten über die Krisenintervention und Suizidprävention bei Untersuchungsgefangenen fortgeführt. Das personzentrierte Konzept und die Praxis der therapeutischen Behandlung von suizidgefährdeten Gefangenen soll so einem breiteren Publikum vorgestellt werden. Die Abschrift der Reportage vom 3. 8. 2010 gibt einen aufschlussreichen Einblick in diese therapeutische Arbeit. Man spürt förmlich die Energie und das Engagement der Therapeutinnen. Es ist nicht nur ihre Fachlichkeit sondern ihre Persönlichkeit, die in dieser schwierigen therapeutischen Begegnung mit suizidgefährdeten Untersuchungsgefangenen gefordert wird. Die sozialpädagogische Krisenintervention und Suizidprävention scheint auch eine Lücke zu füllen zwischen medizinischer Therapie und psychologischer Psychotherapie. Sie wäre durchaus auch in anderen Hilfebereichen anwendbar. In diesem FIPS NEWS veröffentlichen wir die erste Hälfte der Reportage. Die zweite Hälfte folgt in FIPS NEWS Nr. 10 am 15. Dezember 2019. Ab sofort erscheint FIPS NEWS Anfang und Mitte jeden Monats. 1.12.2019 Dr. Peter Milde Radio Darmstadt: Reportage vom 3. 8. 2010 zur Krisenintervention und Suizidprophylaxe bei Untersuchungsgefangenen in der JVA Weiterstadt Interviewer: Arnold Messer – freier Mitarbeiter bei Radio Darmstadt. Moderation: Arnold Messer stellt Ihnen im heutigen Beitrag aus der Reihe „Leben hinter Gittern“ die Einrichtung für Krisenintervention in der Justizvollzugsanstalt Weiterstadt vor. Die Teilnehmer der Projektgruppe des „risk […]

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FIPS NEWS Nr. 8: „Die Frau ist die Sklavin der Sklaven – Schrei es heraus, zerschlag es!“ (John Lennon und Yoko Ono, 1972)

Editorial Am 25. November 2019 gehen weltweit Frauen auf die Straße, um gegen die patriarchale Gewalt an Frauen zu demonstrieren. Feminizide sind Tötungen von Mädchen und Frauen auf Grund ihres Geschlechts. 122 Frauen wurden 2018 in Deutschland von ihrem Partner, bzw. Ex-Partner auf Grund ihres Geschlechts getötet. Unbekannt ist die Anzahl der Tötungen von Frauen durch Fremde auf Grund von Frauenhass. Jede dritte Frau wird in Deutschland und in der Europäischen Union Opfer von physischer und psychischer Gewalt. Beschimpfungen, Beleidigungen, Diskriminierungen von Frauen sind hundertausendfach tägliche Realität. Sie genießen auch den richterlichen/gesetzlichen Schutz der „freien Meinungsäußerung“ – wie das Beispiel der Beschimpfung von Renate Künast erst jüngst zeigte. In Deutschland werden Hunderttausende von Frauen durch Betreibern von Bordellen und von jährlich ca. 1 Millionen Freiern sexuell ausgebeutet, gedemütigt und misshandelt. Von 100 vergewaltigten Frauen in Deutschland erlebt lediglich eine die Verurteilung des Täters (Zeitraum 2014 – 2016). Die patriarchale Gesellschaft schafft in vielen Bereichen strukturelle Gewalt gegen Frauen: Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt 21% weniger als Männer. Dieser gender pay gap hat sich seit 2002 kaum verändert. Die Differenz in der Rente ist noch höher. Dies lässt Frauen minderwertiger erscheinen, ihre Unterordnung unter den Mann erscheint vielen daher als […]

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FIPS NEWS Nr. 7: Personzentrierte Krisenintervention und Suizidprävention mit Gefangenen – Dokumente Teil 2

Editorial In FIPS NEWS Nr. 7 werden weitere Dokumente aus dem Jahr 2010 über die Therapie mit suizidgefährdeten Gefangenen veröffentlicht. Es handelt sich um zwei Ausstellungen von Bildern von Gefangenen aus der JVA Weiterstadt im Cafe Bellevue in Darmstadt und in der Stadtbücherei Frankfurt-Nordweststadt und um einen Artikel im „Darmstädter Echo“. 25.11.2019 Dr. Peter Milde Begrüßungsrede auf der Vernissage „Verschlossene Welten“ im Cafe Bellevue am 15. Januar 2010 in Darmstadt Wir freuen uns, dass Sie heute mit uns die Eröffnung der Ausstellung „Verschlossene Welten“ feiern möchten. Die Ausstellung wird noch bis zum 13. Februar 2010 hier zu sehen sein. Frau Christel Werner-Yeboah ist Kunstpädagogin. In ihrer Gruppe stellen die Gefangenen künstlerische Erzeugnisse her, wie Postkarte, die sie dann ihren Angehörigen schicken können. Frau Eva Leitschuh ist Künstlerin und Grafikerin, die es insbesondere schafft die künstlerischen Fähigkeiten und Ressourcen der Gefangenen zu entwickeln. Schon manch ein Gefangener entdeckte so seine ungeahnten Talente. Frau Verena Herzberger leitet die Gesprächsgruppe. Sie ist Sozialarbeiterin und freie Journalistin für Sozialpolitik. Im Gruppenprozess erleben die Gefangenen Toleranz, Wertschätzung und Empathie. Sie hören sich gegenseitig zu und können sich gegenseitig helfen und unterstützen. Mein Name ist Peter Milde, ich bin Sozialarbeiter und Leiter des Behandlungsprogramms. Wir bieten […]

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FIPS-NEWS Nr. 6: Personzentrierte Krisenintervention und Suizidprävention mit Gefangenen – Dokumente Teil 1

Editorial In FIPS NEWS Nr. 1 und FIPS NEWS Nr. 2 wurde anlässlich zweier Ausstellungen von Bildern von Gefangenen die Suizidprävention im Gefängnis vorgesellt. In dieser und weiteren Ausgaben von FIPS NEWS werden Dokumente  unseres Konzepts der  „Personzentrierten Krisenintervention und Suizidprävention mit  Gefangenen“ veröffentlicht. Die  auf diesem Konzept basierende Arbeit mit Untersuchungsgefangenen begann 2006 in der Justizvollzugsanstalt Weiterstadt und wurde ab 2012 in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main I fortgesetzt. 2016 wurde das Konzept auch in der Frauenanstalt in Frankfurt am Main implementiert. Von Beginn an waren wir bemüht in selbstorganisierten Supervisionen unsere Arbeit zu reflektieren, zu evaluieren und unser Konzept weiter zu entwickeln. Außerdem haben wir nach unseren Möglichkeiten die Öffentlichkeit über die Lage inhaftierter Untersuchungsgefangener und die Suizidgefährdung im Gefängnis informiert, da das Leben der Gefängnisinsassen weitgehend unbekannt und durch Vorurteile geprägt ist. Auch unsere Öffentlichkeitsarbeit hat zur Entwicklung unseres Konzepts beigetragen, da wir damit eine Möglichkeit hatten, unsere Erfahrungen auszuwerten und darzustellen. Die nun veröffentlichten Dokumente über diese Arbeit zeigen, wie sich das personzentrierte Konzept und die therapeutische Arbeit mit suizidgefährdeten Gefangenen entwickelt haben. Wir möchten hiermit auch in der Debatte über die therapeutische Arbeit mit Gefangenen einen Beitrag leisten. Krisenintervention und Suizidprävention bei neu inhaftierten Untersuchungsgefangenen […]

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FIPS NEWS Nr. 5: Lernen aus der Geschichte der Juden auf Korfu für den Kampf gegen Judenfeindschaft heute

Editorial Anschläge auf Synagogen, judenfeindliche Schmierereien an Wohnhäusern und Mahnmalen, direkte Angriffe gegen Jüdinnen und Juden, judenfeindliche Beleidigungen und als Anti-Zionismus getarnte Judenfeindschaft nehmen derzeit in Deutschland landesweit zu. Diese Judenfeindschaft fügt sich ein, in eine in der Bevölkerung sich ausbreitenden Stimmung gegen als fremd und andersartig stigmatisierte Menschen. Die Ausgrenzung funktioniert auf vielen Ebenen in Deutschland wieder, seien es Menschen anderer Religion, anderer Hautfarbe, anderer Ethnie oder anderer sexueller Orientierung. Es scheint als hätten große Teile der deutschen Bevölkerung aus der Diskriminierung, Ausgrenzung und Vernichtung angeblich Fremder und angeblich Andersartiger in NS-Deutschlands nichts gelernt oder wollten daraus nichts lernen. Die ideologische Verwandtschaft mit den sich heute überlegen fühlenden Deutsch-Völkischen über Menschen anderer ethnischer Abstammung, anderer Religionen, usw. ist verblüffend. Die Methode der generalisierten Verleumdung funktioniert ebenfalls wieder im breiten Maßstab: Es wären die Juden, die Zionisten, die angeblich im Geheimen die Finanzen und die Geschicke der Welt dirigierten. Oder: Die Muslime wären angeblich gewalttätig, frauenfeindlich, demokratiefeindlich oder gar minderwertig. Wenn wir uns in diesem Newsletter mit der Geschichte der Juden auf der griechischen Insel Korfu befassen, könnte man meinen, wir wären geschichtsversessene Spezialisten. Dem ist aber keinesfalls so. Warum? Wir dürfen Geschichte nicht allein als etwas Vergangenes betrachten. Wir […]

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